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Auf diesen Seiten informiere ich über aktuelle Fragen einer zukunftssicheren und klimaschonenden Energieversorgung.

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Sind die Kippschalter im Klimasystem schon umgelegt?

Seit Wochen brennen Wälder in Kalifornien, Brasilien und im Polarkreis. Ein neuer Tiefstand beim arktischen Seeeis droht. Überall auf der Welt gab es dieses Jahr extreme Überschwemmungen. Neue Temperaturrekorde und starke Wetterschwankungen werden zur Normalität. Der Klimawandel ist längst im Alltag vieler Menschen angekommen. Doch während die meisten Menschen in Europa damit zurechtkommen, vernichtet er an anderen Orten Existenzen und treibt Hundertausende zur Flucht.

Es sieht ganz danach aus, dass einige der Kippschalter schon umgelegt sind, also Kippelemente des Klimasystems ihren Zustand so verändert haben, die ganze Kaskaden sich selbst verstärkender Rückkopplungen in Gang setzen können.

Zu diesen gehören die Permafrostregionen in Kanada und Sibirien, das Grönlandeis, der Jetstream, der Amazonas-Regenwald und die Nordatlantische Umwälzströmung. Sie alle reagieren sehr sensibel auf den Klimawandel und deren Änderungen haben überproportional große Folgen haben. Die Folgen sind seit Jahrzehnten beschrieben. Sie sind inzwischen zu beobachten und bewegen sich am oberen Ende der Prognosen.

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BUND Marburg- Biedenkopf fordert forcierten Ausbau der Windkraft

Am 10. September hat der Kreisverband des BUND folgende Presseerklärung abgegegen:

Mit großer Erleichterung nimmt der Kreisverband Marburg-Biedenkopf des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland die positive Öffnung der SPD-Fraktion der Universitätsstadt Marburg zum Ausbau der Windkraft zur Kenntnis. Diese Entscheidung – gestützt auf die parlamentarische Initiative von Bündnis 90 Die Grünen sowie Die Linke Marburg – war überfällig. Die Wucht der vom Klimawandel ausgelösten Zerstörung unserer Wälder übersteigt alle bisher für denkbar gehaltenen Vorstellungen.

Nach dem überall sichtbaren Absterben der Nadelwälder folgt seit 2018 das massive Absterben der Buche. In den Buchen-Nationalparken Hainich bei Eisenach/Thüringen und Kellerwald am Edersee stirbt die Buche an ganzen Berghängen ab, Wanderwe- ge müssen für die Besucher aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Vor wenigen Tagen präsentiert der Klimatologe Sven Plöger im ARD-Wetterbericht das Luftbild ei- nes abgestorbenen Buchenwaldes im Taunus bei Usingen. Der Leiter des Forstamtes Burgwald lädt die interessierte Öffentlichkeit zu einem Waldbegang ein auf dem Woll- enberg zwischen Lahntal und Wetter. In seiner Einladung schreibt er:  Vor allem in alten Buchenbeständen zeigt sich ein rapide fortschreitendes Absterben .

Angesichts dieser Fakten fordert der BUND die Gegner der Windkraftnutzung in Bür- gerinitiativen und Kommunalparlamenten zur Besinnung und Einsicht auf. Bei der Er- zeugung von Ökostrom muss die Schlagzahl drastisch erhöht werden. Tragende Säu- le kann nur die Windkraft sein, weil die Fotovoltaik jeweils im Zeitraum Mitte Oktober bis Mitte Februar des Folgejahres nur marginale Beiträge zur Stromerzeugung liefern kann.

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Wasserkraft in Hessen fördert Artenvielfalt

Moderne Kleinwasserkraftanlagen schützen Fische und erleichtern die Durchgängigkeit. Die Mühlgräben bieten Rückzugräume gerade in den durch den Klimawandel häufigeren Trockenperioden. Die Potenziale vor allem der wenigen noch verbliebenen Standorte sind noch nicht erschöpft. An der Uni Kassel wurden die Potenziale sytematisch ermittelt. Doch derzeit befürchten viele Mühlbauer ein drittes staatlich verordnetes Mühlensterben.

Im Rahmen des Faktenchecks der Bürgerforen des Landes Hessen wurde ein ganzes Bündel von Maßnahmen vorgestellt, wie gewässerökologische Eingriffe von Querbauwerken und Wasserkraftnutzung reduziert werden können. „Hierzu gehören die Wiederherstellung der Durchgängigkeit durch den Bau von Fischaufstiegsanlagen, eine Verringerung des Rechenabstandes, der Einbau von Leitrechen und Lockströmungen um Fische zu Bypässen bzw. Fischabstiegen zu leiten, die Verbesserung des Sediment- und Geschiebetransportes und die Strukturierung von Ausleitungsstrecken sowie die Festlegung der Mindestwassermenge für Ausleitungskraftwerke“.

Ambitionierte Bauer moderner Wasserkraftanlagen haben hier schon beste Ergebnisse erzielt. Währenddessen haben die Betreiber von großen Wasserkraftanlagen u.a. am Main bisher noch nichts für ökologische Verbesserungen geleistet. Und Industrieunternehmen und Kläranlagen leiten weiter ungehinderte hunderte zum großen Teil nicht untersuchte Schadstoffe ein.

Wenn sich tatsächlich diejenigen in der Landesregierung durchsetzen, die einen weiteren Abbau von Wehren wollen, entfallen u.a. die Rückzugräume für Fische in den Mühlgräben. Die Lahn war einer der fischreichsten Flüsse, als es noch alle paar Kilometer eine Wassermühle gab. 1951 gab es in Hessen noch 1.504 Getreidemühlen, 1995 nur noch 28 gewerblich Mühlen. 1957 wurde ein Mühlensterben staatlich verordnet. Nun befürchten die Hessischen Betreiber von Wasserkraftanlagen, organisiert in der Arbeitsgemeinschaft Hessischer Wasserkraftwerke, ein vom Land Hessen verordnetes drittes Mühlensterben, ohne damit einen spürbaren ökologischen Nutzen zu erreichen.

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Klimawandel-Kipppunkte erreicht?

Die Gletscher weltweit u.a. in den Anden & Europa verschwinden. Das Eisschild von Grönland taut unwiederbringlich ab. Die von den Klimaforschern schon vor Jahrzehnten beschriebenen Kipppunkte sind offenbar erreicht. Unsere Enkel werden einen um um 7m gestiegenen Meeresspiegel erleben.

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Dramatische Klimaveränderung

Das Tempo der Globalen Erwärmung hat sich offenbar massiv beschleunigt. Das arktische Meereis geht im Jahresverlauf so früh zurück, wie noch nie seit seiner Aufzeichnung. Auch die Ausdehnung des Meereises in der Antarktis ist geringer als üblich. „Lustige“ Randbemerkung: Klimawandelleugner feiern die gegenüber dem letzten in diesem Jahr in der Antarktis nicht ganz so dramatische Entwicklung: Dem Meereis gehe es wieder gut, die „Eispanik in der Antarktis sei abgeblasen“.

Die Temperaturen in den Permafrostregionen ist so hoch wie nie. Der Permafrostboden taut auch in der Schweiz. Am kältesten Ort in Sibirien, in Werchojansk wurden vor einer Woche 38 Grad gemessen. Es brennt wie schon die Jahre zuvor erneut in den arktischen Regionen. Und Bodenmikroben im auftauenden Permafrost beschleunigen den Klimawandel zusätzlich. Sie setzen einen fatalen Kreislauf in gang, der im Freisetzen von zusätzlichen Treibhausgasen deutlich unterschätzt wurde.

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Was wird aus den Ökostrom-Pionieranlagen?

Für die ersten Solaranlagen läuft Ende des Jahres der garantierte Einspeisepreis nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) aus, mit dem die Innovationen der Photovoltaik über den Strompreis angeschoben wurden. Denn diese Garantie ist auf 20 Jahre begrenzt. Der Bundesverband Solarwirtschaft sieht einigen Reformbedarf beim EEG, damit die Pionieranlagen weiter kostendeckend betrieben werden können. Der Verband fordert unter anderem, den Eigenverbrauch von Umlagen und Abgaben zu befreien (s. Heise, 7/2020).

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Lärmvorsorge

Wenn es um Windkraftanlagen (WKA) geht spielt der erzeugte Schall immer eine große Rolle.

Die Schall-Immissionsgrenzwerte für Kern-, Dorf- und Mischgebiete betragen bei Windkraftanlagen tags 60 dB(A) und nachts 45 dB(A), bei Straßenverkehr sind es hingegen 64 dB(A) und nachts 54 dB(A). Zum Vergleich: Die Tagwerte bewegen sich im Bereich von einem normalem Gespräch, einer Nähmaschine oder dem Fernseher in Zimmerlautstärke.

Da eine Verdoppelung der Schallleistung eine Erhöhung des Schalldruckpegels um 3 dB(A) bewirkt, trägt der Straßenverkehr zu einer doppelten Schallleistung bei.

Erst bei 69 dB(A) und nachts 59 dB(A) muss bei Straßen eine Sanierung wegen Lärm erfolgen. Dies sind die sog. Auslösewerte für eine Lärmsanierung. Eine Erhöhung des Schalldruckpegels um knapp 10 dB(A) stellt eine gefühlte Lautstärkeverdoppelung dar.
D.h. dass Anwohner an Straßen eine doppelt so hohe Lautstärke als bei WKA akzeptieren müssen. Wenn WKA die Grenzwerte überschreiten, müssen sie abgeschaltet werden, der Straßenverkehr aber nicht. Doch diese maximale Lautstärke wird nur im Fall von sehr starkem Wind, bei Stürmen erreicht. Dann überlagern die Umweltgeräusche in den Ortslagen, die aller anderen Schallquellen.

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„Um den Wald zu schützen, müssen wir Windräder bauen“

Wer derzeit in die Wälder schaut, sieht überall vertrocknete Fichten und viele andere geschädigte Bäume. Der Borkenkäfer wütet. Da ist derzeit so gut wie nichts mehr zu vermarkten. Doch nicht nur für den Forst und die Waldbesitzer ist dies ein großes Problem. Für viele Vögel und andere Tiere fehlt ein wesentlicher Teil der ihres Habitats.

Ornithologen warnen, dass die Aufzucht des Nachwuchses aufgrund der durch die Dürre der letzten Jahre oftmals nicht gut war. Nach Fahrzeugen, Katzen bei kleinen Vögeln , Hochspamungsleitungen bei großen steht das Verhungern inzwischen mit ganz oben auf der Liste der Gefährdungen. Der so häufig thematisierte Totschlag durch Windräder ragiert dagegen im Promillebereich.

In der Süddeutschen Zeitung wird für einen Windpark bei München der so gerne aufgemachte Gegensatz Wald und Windkraft im Titel eines Artikels postiv umgemünzt: „Um den Wald zu schützen, müssen wir Windräder bauen“

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Keine Verbesserungen für Erneuerbare

Solardeckel und Abstand für Windkraft bleiben

Der Bundestag hat gestern am 15. Mai nur eine kleine EEG-Novelle verabschiedet und die entscheidenden inhaltlichen Weichenstellungen vertagt. Im Koaltionsvertrag ist die Aufhebung des Solardeckels vereinbart, seit Oktober immer wieder angekündigt, doch nichts passiert.

Die heimische Solarwirtschaft mit vielen Handwerkern und mittelständischen Betrieben sieht sich in ihrer Existenz bedroht. Angesichts dessen, dass viele Unternehmen in der derzeitigen Corona-Krise mit Milliarden geholfen wird, ist es völlig unverständlich, dass hier vor allem die Lobbyisten in der CDU blockieren, wo doch nur Investitionshemmnisse beseitigt werden müssen, die zudem auch beim Erreichen der Klimaziele hinderlich sind.

Die kleine Novelle ist im Wesentlichen verschiedenen zeitlichen Fristen geschuldet. So ist die Aussetzung der Privilegierung von Bürgerenergiegesellschaften zeitlich bis zum 01.06.2020 begrenzt. Bereits zum nächsten Ausschreibungstermin hätten sich Bürgerenergiegesellschaften ohne immissionsschutzrechtliche Genehmigungen ihrer Windenergie-Projekte wieder beteiligen können, wenn diese Begrenzung nichtt mit der jetzigen Novelle gestrichen worden wäre.

Des Weiteren gelten Realisierungsfristen, die Betreiber einhalten müssen, wenn sie nach einer Ausschreibung einen Zuschlag erhalten haben. Wegen der Corona-Pandemie kommt es zu Verzögerungen, weshalb die Umsetzungsfristen für die vor dem 01.03.2020 von der Bundesnetzagentur erteilten Projektzuschläge nun um 6 Monate verlängert wurden. Ähnliches gilt für Flexprämie im Falle der Biosgasanlagen-Betreiber.

Vor einem Monat hat der „Gutachter für Photovoltaik“  und Gründer der Ingenieure ohne Grenzen e.V Jojakim Sames einen offenen Brief wegen der „Aktive Zerstörung des Mittelstandes durch Politische Blockade des Solardeckels“ an Wirtschaftsminister Peter Altmaier geschrieben, den ich hier wiedergebe:

Sehr geehrter Herr Altmaier,

ich melde mich nochmal bei Ihnen da weiterhin nichts passiert ist mit dem Solardeckel! 

Wir haben trotz CORONA noch Aufträge und haben sogar noch Personen kurzfristig mit Arbeit eindecken können die sonst wegen Corona nichts mehr verdienen konnten!

Allerdings zeigt sich genau jetzt das die ersten Kunden absagen weil Sie kein Vertrauen in die CDU haben das der Deckel aufgehoben wird. In wenigen Wochen werden wir nun den prognostizierten Einbruch in unserer Branche bekommen!

Es ist ALARMSTUFE ROT angesagt. Auch regionale CDU’ler sind völlig sprachlos über derartige Fehlentscheidungen der CDU in Berlin!!

Das letzte Argument den Grünen gegenüber (Wirtschaftskompetenz) wird durch Ihre gezielte Zerstörung der Solarbranche und das Ausbremsen des Mittelstandes ausgehebelt

Selbst der BVMW (Bundesverbandes der Mittelständigen Wirtschaft)) sieht hier eine extreme Ungleichbehandlung und wirtschafstfeindliche Politik durch die CDU! Sie schneiden sich in das eigene Fleisch. Ich haben in den letzten 2 Jahren niemanden mehr kennengelernt der Ihre aktive Behinderung der Energiewende noch nachvollziehen kann. 

Es gibt mittlerweile keinen mehr der in der Ausübung seiner Arbeit im Bereich der Energiewende nicht ausdrücklich behindert wird durch Ihre Politik! (Wir hatten neulich ein Treffen mit Vertretern von Bioenergiedörfern, Windkraft, Biogas, Photovoltaik, BVMW, Wohnungswirtschaft, Kleinelektrofahrzeughersteller; alle waren dieser Meinung!)

Mittlerweile ist es das zweite Mal, dass völlig irrsinnige Gesetzgebungen dazu führen das mein Unternehmen in Gefahr ist. Es ist schwierig genug ein Unternehmen zu führen aber durch die Politik permanent behindert zu werden: DAS KANN DOCH NICHT WAR SEIN! Es muss jetzt Schluß sein mit ständigen draufhauen auf die Solarbranche! 

Sehenden Auges führen Sie meine Familie und meine Angestellten in die Katastrophe! Nicht davon zu reden wieviele andere Solarfirmen und deren Zulieferer und Verarbeiter noch betroffen sein werden!

SIE sind jetzt mehrfach informiert worden, es liegt jetzt an Ihnen ob man die Solarbranche in Coronazeiten als Jobmotor nutzt oder aber vernichtet!!!

Wollen Sie vorbeikommen und die Kündigungen meinen Mitarbeitern übergeben oder soll das ein Kollege der Lokalen CDU machen?! Wenn Sie dann schon da sind können Sie gleich weiter zu Wagner Solar gehen die haben ja auch noch um die 80 Mitarbeiter! 

PS: Ohne Solarenergie keine Energiewende und ohne diese wird der Klimawandel ein Problem werden der wesentlich heftiger werden wird als die Coronakrise!

PS2: Sie brauchen mir nicht zu kommen wegen Corona könne man sich da nicht kümmern! Es ist seit langem bekannt, die Lösung auch und es werden ja auch Bekannterweise ordentlich Ressourcen gebraucht um ein neues Energieeinspeisegesetz zu stricken was ja die Photovoltaik nochmals an die Kette legen soll anstatt den Markt zu öffnen. Jetzt heist es einfach mal MACHEN anstatt anzukündigen!

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Gegen Klimawandel gibt es keinen Impfstoff

Es darf kein Weiterso nach der Coronakrise geben. Wissenschaftler warnen vor der viel größeren Herasuforderung, denn alle Zeichen zeigen auf einen beschleunigten Klimawandel und nur eine kurze Coronapause beim CO2-Anstieg.

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